Impressionen Indien Nov 2014

Electronics City Bangalore

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Mohamed

Nach monatelanger Vorbereitung auf unsere Reise nach Indien um das IT Service Delivery Center zu besuchen, war es nun am 17. November 2014 soweit und wir machten uns auf den langen Weg nach Indien. Dort angekommen wurden wir herzlich in Empfang genommen und voller Stolz durch das Office geführt wo all die Kollegen Tag ein und Tag aus unermüdlich ihre Arbeit verrichten. Viele waren extra aus anderen Standorten gekommen um uns zu sehen und über Dinge zu sprechen für die sonst kaum Zeit ist. Die Woche war voll gepackt mit Terminen doch etwas Zeit war immer um am Abend das Umfeld etwas zu erkunden und so Land und Leute besser kennen zu lernen. Am Wochenende haben sich zwei unserer indischen Kollegen bereiterklärt, mit uns einen Ausflug zum Bannerghatta National Park und nach Mysore zu unternehmen. Zwei Ausflugsziele nahe Bangalore die man gesehen haben muss. Der zweite Teil unserer Reise führte uns für ein paar Tage in den Norden Indiens über Delhi nach Agra. Dort steht das berühmte „Taj Mahal“ und „Red Fort“.

Bangalore – Delhi – Agra

Die Reise führte uns zunächst von München über Frankfurt viele Tausend Kilometer weit weg von zu Hause nach Bangalore. Dort angekommen im Hotel „Lemon Tree“ für eine Woche Arbeiten unter ungewohnten klimatischen und kulturellen Bedingungen. Der letzte und schönste Teil der Reise führte uns nach Delhi und Agra um das weltberühmte „Taj Mahal“ zu besuchen.

Bannerghatta National Park

Der Bannerghatta National Park ist nur etwa 22 km südlich von Bangalore gelegen. Er ist einer der wenigen Plätze in der Welt wo unberührtes Gebiet so nahe einer Großstadt erhalten wurde. Er bietet verschiedne Bereiche wie Zoo, Safari, Schmetterlingspark und eine kleine Tierklinik. Hier trafen wir viele Schulklassen an die einen Ausflug in den National Park unternahmen um die vielen Tiere zu bestaunen. Viele Tiere wie Elefant oder die Kobra gelten in Indien als heilig was skrupellose Wilderer jedoch nicht davon abhält nach ihnen zu jagen. Zwar konnte der Tiger dank einer groß angelegten Kampagne „Projekt Tiger“ vor der Ausrottung bewahrt werden, doch seriösen Quellen zufolge gibt es in Indien nunmehr rund 1400 Exemplare dieser Spezies und der Bestand schrumpft weiter.

Mysore – Amba-Vilas-Palast

Die Stadt Mysore liegt etwa 125 Kilometer südwestlich von Bangalore im südlichen Dekan-Hochland auf etwa 770 Meter über NN und eignet sich gut als Ausgangspunkt zur Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten. Wir besuchten dort den Maharadschapalast Amba-Vilas. Beeindruckend wie sich der Palast präsentiert dort inmitten eines weitläufigen Platzes innerhalb der alten Festungsmaueren mit all seinen Details und der Ausdehnung über Parkanlagen. Die goldfarbene Hauptkuppel, umrahmt von vielen kleinen Zwiebeltürmen, glitzert im Sonnenlicht und jeden Sonntagabend erleuchten Tausende von Lämpchen die Fassade. Der Palast ist erst vor 100 Jahren entstanden nachdem der alte Holzpalast 1897 einem Feuer zum Opfer gefallen war.

Agra „Ohne Wasser kein Leben“

Verlassene Straßen am frühen Morgen auf dem Weg durch die Slums von Agra zum wohl schönsten Blick auf das „Taj Mahal“ vom Ufer des Yamuna. Nur wenige Menschen waren so früh morgens unterwegs um ihre Mor­gen­to­i­let­te in den nahe der Häuser gelegenen Büschen zu erledigen was unverkennbar am Geruch zu erkennen war. Leider haben fliesendes Wasser und Kanalisation bisher dort noch nicht Einzug gehalten und werden es in naher Zukunft wohl auch nicht tun. Wasser wird aus dem Fluss Yamuna geholt der das Leben dort erst ermöglicht und leider auch zum Wäschewaschen und Stoffe färben benutzt wir. Die Stadt Agra liegt am Ufer des Flusses Yamuna im Westen des Bundesstaats Uttar Pradesh in Indien und hat etwa 1,6 Millionen Einwohner (Volkszählung 2011). Eine der vielen Brücken über den Yamuna, der Fluss der für viele Dinge des täglichen Lebens in Agra mitbestimmend ist. Ohne Wasser kein Leben auch wenn die Wasserqualität zu wünschen übrig lässt.

Typische Szenen auf den Straßen die man überall in Indien so beobachten kann. Das Leben spielt sich vielfach nur draußen ab. Hier im Bild muss gerade ein Bett repariert werden. Die kleine Werkstatt inmitten der Stadt ist nur einfach ausgestattet aber leistet wertvolle Dienste. Alles was man zum Leben braucht kann man hier auf einem der vielen Märkte für ein paar Indische Rupie kaufen. Auch Kunsthandwerker fertigen mit enormen Geschick funkelnde Vasen und Teller, Wasserpfeifen oder Elefanten an. In kleinen Läden kann man zuschauen, sitzen und Tee trinken, am Ende verhandeln und mit ein paar schönen Dingen nach Hause gehen. Ein wenig Zeit sollte man jedoch mitbringen für dieses orientalische Einkaufserlebnis.

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Vielen Dank an Uwe der uns an den für mich schönsten Platz geführt hat den Agra zu bieten hat. Auch wenn der Weg dorthin so manche Eindrücke gezeigt hat die wir vielleicht gar nicht sehen wollten – es hat sich am Ende voll gelohnt. Der Geocache der gefunden werden wollte hat uns diesen Anblick beschert den ich nicht missen möchte. Wir standen Minuten lang um den phantastischen Sonnenaufgang zu bewundern und ein Bild nach dem anderen zu fotografieren. Die Lichtstimmung am frühen Morgen mit dem diffusen Nebel bescherten uns ein einmaliges Erlebnis mit eine unbeschreiblichen Kulisse dem Taj Mahal.

Hier der erste Blick auf das „Taj Mahal“ im Sonnenaufgang mit all seiner Farbenpracht.

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Viele der Häuser könnten ein Reparatur gebrauchen, was meist mangels Geld oder fehlender Baumaterialien nicht möglich ist. So prägen Häuser wie unten weiter das Bild der Stadt solange bis sich ein neuer Eigentümer dem Haus annimmt und es wieder zu dem macht was es einmal gewesen war.

Taj Mahal ist ein 58 Meter hohes und 56 Meter breites Mausoleum, das in Agra auf einer 100×100 Meter großen Marmorplattform errichtet wurde. Großmogul Shah Jahan ließ es zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene große Liebe Mumtaz Mahal erbauen.

Kinder wie unten im Bild haben trotz aller schwierigen Umstände unter denen sie hier Leben müssen eine Lebensfreude die seines Gleichen sucht.

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Artur Lerner

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